Schieloperationen

Strabismus bei Kindern und Erwachsenen

Sechs Muskeln an jedem Auge bewegen es in die verschiedenen vom Gehirn gewünschten Blickrichtungen. Ein spezielles Steuerzentrum im Gehirn koordiniert den Verlauf der Muskelaktionen so, dass beide Augen immer den gleichen Gegenstand betrachten. So entsteht ein dreidimensionales Bild. Funktionieren einzelne der Muskeln nicht oder versagt die Steuerung von oben, bzw. stehen die Augen nicht mehr in gleicher Richtung, dann liegt Strabismus (der Fachausdruck für Schielen) vor. Dies kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Man unterscheidet latentes Schielen (Schielneigung), dass heißt eine Neigung zum Schielen, die nur in bestimmten Situationen (z. B. bei Ermüdung) auftritt, von manifestem Schielen, also dauerhaftem Schielen.

In manchen Fällen kann allein durch eine Brille das Schielen stark vermindert werden. Um das häufig schon schielschwachsichtige Auge wieder zu trainieren wird das gute Auge in bestimmten Rhythmen abgeklebt (sogenannte Okklusion). Erreicht das schwächere Auge mit der Zeit das gleiche Sehvermögen, ist schon viel gewonnen. Dann wird nach eventuell einer Zwischenphase mit Prismen meist operiert um die Augen einander anzunähern und wieder eine gewisse Zusammenarbeit zu fördern.

Leider wird auch so ein komplettes dreidimensionales Sehen häufig nicht erreicht. Weiterhin ist das Ergebnis der Operation nicht immer dauerhaft oder vollständig. Ergänzende Operationen sind evtl. notwendig. Die Gründe sind operationstechnisch und in der Unvollkommenheit des Sehsystems begründet.

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